Von 1963 bis 1983 spielte Fürth zweitklassig, zuerst in der Regionalliga Süd, ab 1974 in der 2. Bundesliga. Die beste Platzierung in dieser Zeit war ein dritter Rang 1967. Doch hinter den Kulissen wuchsen die Probleme.
1983: Abstieg mit Schulden
1983 stieg die SpVgg aus der 2. Bundesliga in die Bayernliga ab, damals die dritte Liga. Schlimmer als der Abstieg waren die Finanzen: Der Verein war hoch verschuldet. Es folgten Jahre des Sparens, in denen gute Spieler gingen und kaum Geld für Ersatz da war.
1987 erreichte der Absturz seinen Tiefpunkt. Fürth stieg in die Landesliga Bayern-Mitte ab, die vierte Spielklasse. Ein Verein mit drei deutschen Meisterschaften spielte nun gegen Dorf- und Stadtteilvereine aus Mittelfranken.
Der Pokalabend gegen Dortmund
Ein Spiel aus dieser Zeit ist vielen Fürthern bis heute im Gedächtnis. Am 4. August 1990 trat der Landesligist in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Dortmund an. Nach vier Minuten sah ein Fürther Spieler die Rote Karte, die Mannschaft musste 88 Minuten in Unterzahl spielen. Trotzdem gewann Fürth gegen den Bundesligisten. Solche Pokalabende tragen einen Verein durch schwierige Jahre.
1991 gelang die Rückkehr in die Bayernliga, 1994 qualifizierte sich Fürth für die neue Regionalliga Süd.
1996: Zusammenschluss mit Vestenbergsgreuth
Etwa 40 Kilometer westlich von Fürth liegt Vestenbergsgreuth, ein kleiner Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Der dortige TSV hatte in den 1990er Jahren eine erstaunlich starke Fußballmannschaft. Beide Vereine spielten auf ähnlichem Niveau, aber keiner hatte allein die Mittel für den Profifußball.
Am 1. Juli 1996 trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der Spielvereinigung bei. Aus der Spielvereinigung Fürth wurde die SpVgg Greuther Fürth. Der Name verbindet beide Orte, das Kleeblatt blieb im Wappen. Erster Präsident des neuen Vereins wurde Helmut Hack, der das Amt bis 2018 innehatte.
Die Folgen
Nicht alle Fürther waren damals begeistert. Ein Traditionsverein, der seinen Namen ändert, stößt immer auf Widerstand. Rückblickend war die Fusion aber der Wendepunkt: Schon in der ersten gemeinsamen Saison 1996/97 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dort blieb der Verein dann so lange, dass ihm ein ganz eigener Spitzname anhing, nachzulesen im Beitrag Unaufsteigbar.
Im Stadion zeigte sich der Neuanfang ebenfalls: 1997 wurde der Ronhof umgebaut und hieß nun Playmobil-Stadion. Die Details stehen im Beitrag zum Sportpark Ronhof.