
Nach dem Aufstieg 1997 etablierte sich Greuther Fürth schnell in der 2. Bundesliga. Der Verein wirtschaftete solide, entwickelte eigene Talente und verkaufte sie weiter. Mit den Erlösen aus Spielerverkäufen an Bundesligisten finanzierte er in den 2000er Jahren einen Teil des eigenen Etats.
Immer knapp dran
Sportlich war Fürth oft im oberen Drittel zu finden. Mehrmals fehlten am Ende nur ein paar Punkte oder ein schlechter Saisonabschluss zum Aufstieg. Irgendwann machte das Wort die Runde: unaufsteigbar. Es war halb Spott, halb liebevoller Galgenhumor, und die Fans übernahmen es schnell selbst.
Der Spitzname hatte eine Kehrseite. Er beschrieb auch eine Konstanz, die andere Vereine nicht hatten. Fürth stieg nicht auf, aber eben auch nicht ab. In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga führt Fürth seit dem 17. September 2017, ein Rekord, der direkt aus diesen vielen Jahren in Liga zwei kommt.
Die Saison 2011/12
In der Saison 2011/12 passte dann alles zusammen. Unter Trainer Mike Büskens spielte die Mannschaft eine starke Runde. Am 20. April 2012, am 32. Spieltag, reichte ein 1:1 gegen den FSV Frankfurt: Fürth war erstmals in die Bundesliga aufgestiegen. Am letzten Spieltag sicherte ein 2:2 bei Hansa Rostock auch noch die Zweitligameisterschaft.
Gefeiert wurde, wie das Foto zeigt, auf dem Balkon des Rathauses. Auf den Fahnen der Fans stand passenderweise der Satz, dass die Unaufsteigbaren nun in der 1. Liga spielen.
Ein Spitzname, der bleibt
Mit dem Aufstieg war der Spitzname eigentlich erledigt. Trotzdem taucht er bis heute auf, auf Fanartikeln, in Gesängen, in Zeitungsüberschriften. Er erinnert an eine Zeit, in der Geduld in Fürth eine Tugend war.
Wie die erste Bundesligasaison verlief, steht im Beitrag Zweimal Bundesliga. Und wer wissen will, wie der Weg in die 2. Liga überhaupt begann, liest den Beitrag Vom Absturz zur Fusion.