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KleeblattblogFürther Fußballgeschichte
Daten & Quellen

Sportpark Ronhof: das Stadion am Laubenweg

Aktualisiert am · 3 Minuten Lesezeit

Seit über hundert Jahren spielt der Fürther Fußball am selben Ort. Der Ronhof hat in dieser Zeit fünf Namen getragen, fast jede Tribüne wurde mindestens einmal neu gebaut. Für die Fans blieb er immer einfach der Ronhof.

Außenansicht der neuen Haupttribüne mit dem Schriftzug Sportpark Ronhof Thomas Sommer
Die 2017 eröffnete Haupttribüne von außen. Foto: Ludvic33, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Das Stadion liegt im Norden Fürths am Laubenweg 60, unweit der A 73. Als es am 11. September 1910 eröffnet wurde, hieß es noch ganz nüchtern „Sportplatz am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentral-Friedhof“. Ronhof war damals eine eigene Gemeinde, heute ist es ein Fürther Stadtteil.

Vom Holzbau zum Großstadion

Am Anfang gab es eine kleine Holztribüne und Erdwälle für etwa 8.000 Zuschauer. Mit dem sportlichen Erfolg wuchs auch das Stadion:

  • 1910: rund 8.000 Plätze, Holztribüne und Erdwälle
  • 1911: rund 10.000 Plätze nach Erweiterung der Tribüne
  • 1919: rund 25.000 Plätze nach weiteren Ausbauten
  • 1951: neue Haupttribüne nach Kriegsschäden
  • 1997: Umbau zum Playmobil-Stadion, neue Nordtribüne und Gegengerade
  • 2012: Neubau und Überdachung der Südtribüne nach dem Bundesligaaufstieg
  • 2016 bis 2018: Abriss und Neubau der Haupttribüne, Erweiterung nach Norden

Den Zuschauerrekord stellte das Derby gegen den 1. FC Nürnberg am 1. April 1951 auf: rund 30.000 Menschen sahen einen 1:0-Sieg der Fürther.

Die Tribünen heute

Schematischer Grundriss des Ronhofs mit den vier Tribünen und ihren ungefähren KapazitätenGegengeradeSitzplätze · ca. 3.000HaupttribüneSitzplätze · ca. 2.450 · neu 2017NordtribüneStehplätzeca. 4.200Südtribünemit GästebereichSchema, nicht maßstabsgetreu · gesamt 16.626 Plätze
Schematischer Grundriss des Ronhofs mit den vier Tribünen und ihren ungefähren Kapazitäten

Heute fasst das Stadion 16.626 Zuschauer, davon etwa 8.126 Sitz- und 8.500 Stehplätze. Alle Bereiche sind überdacht.

  • Haupttribüne: 2016 bis 2017 neu gebaut, rund 2.450 Sitzplätze, dazu Logen und Businessbereich.
  • Nordtribüne: reine Stehplatztribüne mit rund 4.200 Plätzen, seit 2008 überdacht. Hier steht die aktive Fanszene.
  • Gegengerade: Sitzplätze, rund 3.000 Plätze, gebaut 1997. Sie ist die niedrigste Tribüne und soll nach der Saison 2026/27 durch einen Neubau ersetzt werden, der etwa 1.000 Plätze mehr bringt.
  • Südtribüne: nach 2012 neu gebaut und überdacht, mit dem Gästebereich für rund 2.200 Fans.
Glasfassade und Dachstreben der neuen Haupttribüne am Ronhof
Glasfassade an der Stirnseite der neuen Haupttribüne, dahinter der Schriftzug des Stadions. Foto: Ludvic33, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Fünf Namen in hundert Jahren

Kaum ein Stadion in Deutschland hat so oft den Namen gewechselt. Für viele Fans war das ein Ärgernis, denn der Name Ronhof ist für sie nicht verhandelbar.

Der aktuelle Name ist ein Kompromiss, der viele zufriedenstellt. Der traditionelle Name Sportpark Ronhof steht vorn, dahinter der Name des Fürther Immobilienunternehmers Thomas Sommer, der die Namensrechte hält. Der Vertrag läuft nach Angaben des Vereins bis 2028.

Gästekassen und alte Tribüne am Fürther Stadion im Winter
Gästekassen am Laubenweg im Februar 2011, als das Stadion noch Trolli Arena hieß. Foto: Aarp65, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Warum der Ronhof besonders ist

Viele Traditionsvereine haben ihre alten Plätze verlassen und spielen in Arenen am Stadtrand. In Fürth ist der Fußball geblieben, wo er 1910 begonnen hat. Das Stadion ist kompakt, die Zuschauer sind nah am Spielfeld, und die Mischung aus alten und neuen Tribünen erzählt die Vereinsgeschichte gleich mit.

Wer die Anfänge nachlesen will, findet sie im Beitrag über die Gründung der SpVgg 1903. Die großen Derbys, die am Ronhof Rekorde aufstellten, stehen im Beitrag zum Frankenderby. Weitere Daten liefert der Wikipedia-Artikel zum Stadion.