
Das Stadion liegt im Norden Fürths am Laubenweg 60, unweit der A 73. Als es am 11. September 1910 eröffnet wurde, hieß es noch ganz nüchtern „Sportplatz am Ronhofer Weg gegenüber dem Zentral-Friedhof“. Ronhof war damals eine eigene Gemeinde, heute ist es ein Fürther Stadtteil.
Vom Holzbau zum Großstadion
Am Anfang gab es eine kleine Holztribüne und Erdwälle für etwa 8.000 Zuschauer. Mit dem sportlichen Erfolg wuchs auch das Stadion:
- 1910: rund 8.000 Plätze, Holztribüne und Erdwälle
- 1911: rund 10.000 Plätze nach Erweiterung der Tribüne
- 1919: rund 25.000 Plätze nach weiteren Ausbauten
- 1951: neue Haupttribüne nach Kriegsschäden
- 1997: Umbau zum Playmobil-Stadion, neue Nordtribüne und Gegengerade
- 2012: Neubau und Überdachung der Südtribüne nach dem Bundesligaaufstieg
- 2016 bis 2018: Abriss und Neubau der Haupttribüne, Erweiterung nach Norden
Den Zuschauerrekord stellte das Derby gegen den 1. FC Nürnberg am 1. April 1951 auf: rund 30.000 Menschen sahen einen 1:0-Sieg der Fürther.
Die Tribünen heute
Heute fasst das Stadion 16.626 Zuschauer, davon etwa 8.126 Sitz- und 8.500 Stehplätze. Alle Bereiche sind überdacht.
- Haupttribüne: 2016 bis 2017 neu gebaut, rund 2.450 Sitzplätze, dazu Logen und Businessbereich.
- Nordtribüne: reine Stehplatztribüne mit rund 4.200 Plätzen, seit 2008 überdacht. Hier steht die aktive Fanszene.
- Gegengerade: Sitzplätze, rund 3.000 Plätze, gebaut 1997. Sie ist die niedrigste Tribüne und soll nach der Saison 2026/27 durch einen Neubau ersetzt werden, der etwa 1.000 Plätze mehr bringt.
- Südtribüne: nach 2012 neu gebaut und überdacht, mit dem Gästebereich für rund 2.200 Fans.

Fünf Namen in hundert Jahren
Kaum ein Stadion in Deutschland hat so oft den Namen gewechselt. Für viele Fans war das ein Ärgernis, denn der Name Ronhof ist für sie nicht verhandelbar.
Der aktuelle Name ist ein Kompromiss, der viele zufriedenstellt. Der traditionelle Name Sportpark Ronhof steht vorn, dahinter der Name des Fürther Immobilienunternehmers Thomas Sommer, der die Namensrechte hält. Der Vertrag läuft nach Angaben des Vereins bis 2028.

Warum der Ronhof besonders ist
Viele Traditionsvereine haben ihre alten Plätze verlassen und spielen in Arenen am Stadtrand. In Fürth ist der Fußball geblieben, wo er 1910 begonnen hat. Das Stadion ist kompakt, die Zuschauer sind nah am Spielfeld, und die Mischung aus alten und neuen Tribünen erzählt die Vereinsgeschichte gleich mit.
Wer die Anfänge nachlesen will, findet sie im Beitrag über die Gründung der SpVgg 1903. Die großen Derbys, die am Ronhof Rekorde aufstellten, stehen im Beitrag zum Frankenderby. Weitere Daten liefert der Wikipedia-Artikel zum Stadion.